Diesmal möchte ich mich meinem Lieblingsthema anhand der sog. Wahrheitstabellen nähern.
Am einfachsten sind natürlich einfache Aussagen, wie zum Beispiel: “5 ist ungerade”.
Wie können wir uns hier der Frage der Wahrheit nähern? Nun, eine Aussage ist ja eigentlich nur dann wahr, wenn sie *immer* und *überall*, also *unter allen Umständen* wahr ist.
Um den Wahrheitsgehalt einer Aussage zu prüfen, muss man also viele, oder zumindest mehrere verschiedene Umstände in betracht ziehen.
Wir werden uns also unter verschiedenen Voraussetzungen der Frage nähern “Ist 5 ungerade?”, also zum Beispiel in Amerika, in England, in Deutschland, am Aschermittwoch, in der Früh, am Abend und so weiter.
Nennen wir unsere Aussage A, dann werden wir z.B. bei 500 Versuchen zu folgender Wahrheitstabelle gelangen:

Einmal haben wir uns verrechnet, weil wir in der Früh noch verschlafen waren, und einmal haben wir die Angabe falsch übernommen und sind deshalb zu einem falschen Ergebnis gekommen, aber insgesamt ist die Aussage “5 ist ungerade” durchaus in den allermeisten Fällen zutreffend, wir haben also alles Recht, diese Aussage als eine absolute Wahrheit zu bezeichnen, da sie unter so gut wie keinen Umständen falsch ist.
Interessanter sind da schon die zusammengesetzten Aussagen, das sind z.B. Aussagen, die einen “daraus folgt”-Zusammenhang darstellen.
Ein Mensch behauptet: Bei schlechtem Wetter bleibe ich Zuhause. Ist das wahr?
Also Aussage A “Es hat schlechtes Wetter”, Aussage B “unser Mensch bleibt zuhause” und die Gesamtaussage

Wenn wir also, über ein Jahr verteilt, 100 Messungen durchführen, und überprüfen, ob am Aufenthaltsort unseres Menschen schlechtes Wetter war sowie sein Ausgehverhalten dokumentieren, werden wir im Idealfall folgende Wahrheitstabelle entdecken:

Aus der Abwesenheit einer der vier Möglichkeiten erkennen wir einen kausalen Zusammenhang (es kann nie vorkommen, dass schlechtes Wetter ist und B gleichzeitig ausgeht). Aus dieser Idealen Verteilung erkennen wir übrigens zusätzlich, dass sich gutes und schlechtes Wetter die Waage halten und dass B bei gutem Wetter genauso gerne ausgeht wie er zuhause bleibt.
Jetzt wäre es interessant, diese Methode auf die ewigen Wahrheiten des Katechismus anzuwenden, aber eigentlich ist das die Hausaufgabe für den werten Leser…………
meint
Christoph