Dieses Blog ist zu Ende

4. März 2011

Ist Österreich Tatooine?

Ist die Maske gefallen?

Fragen, die niemand beantworten kann, aber mit Fragen, die man beantworten kann, wird sich das nächste Blog beschäftigen: http://zweitersein.wordpress.com.

Euer
Christoph Peter

P.S. Christus ist das Licht! Diese Gleichsetzung hilft zu verstehen, warum ich jetzt meinen zweiten Vornamen auch verwende


Agnostiker denken zweidimensional

22. Januar 2011

oder, positiv ausgedrückt: religiöse Menschen haben immer eine Dimension mehr, in die sie ausweichen können, wenn ihnen “das Korsett des Lebens” zu eng wird.

meint
Christoph


Wer sind “wir”

15. Oktober 2010

Ich habe Hunger.

Das ist simpel.

Ich bin der Meinung.

Nicht mehr so simpel, aber – na ja – kompliziert auch noch nicht.

Du bist nett.

Zwar selten, aber immerhin noch ziemlich simpel.

Wir wollen nächstes Wochenende auf einen Ausflug.

Jetzt wird’s kompliziert.

Wer ist dieses “wir”, diese Gruppe, die wir brauchen, um uns wohl zu fühlen? Wir Österreicher, wir Katholiken, wir Atheisten, wir FPÖler, wir Grünen, oder ……..?

Es gibt auch viel zu viele Gruppen, um einfach nur zu unterscheiden zwischen wir und die Anderen. Da gibt es den Alpenverein, den ÖAMTC, den TU Absolventenverein, die Gewerkschaft, etc……….

Bin ich also nur die Schnittmenge aller Vereine, in denen ich Mitglied bin?

Aber es ist einfach zu kompliziert für unser einfaches Menschengehirn, das da nur unterscheiden kann zwischen wir (ungefähr 30 Leute einer Sippe, die gemeinsam in einer Höhle leben) und die Anderen (alle anderen, vor denen man die Höhle verteidigen muss).

Und wegen dieser Simplexität unseres Gehirns gewinnt jetzt die FPÖ wieder an Terrain, weil sie eben den Wahlkampf reduziert auf wir und die anderen.

Da scheint es nur mehr eine ewige Wahrheit zu geben (an der meines Wissens noch nie jemand ernsthaft gezweifelt hat): Wir sind die Guten.

Natürlich weiß jeder Schüler, der beim Römer Brief aufgepasst hat, dass wir alle gesündigt haben. Aber das ist dann schon wieder zu kompliziert, befürchte ich, da müßte man aus sich herausgehen, da müßte man transzendieren, da müßte man an höhere Werte glauben, …….

Ich befürchte, unser Gehirn ist zu simpel, um in Frieden leben zu können.

Seufz

Meint
Christoph


Im Kaffeehaus

19. September 2010

Bekanntlich ist der Wiener ja deswegen so gerne im Kaffeehaus, weil er da erstens nicht zu Hause ist und zweitens trotzdem nicht an der frischen Luft.

Aber wie geht’s in einem Kaffeehaus zu?

Na, stellen wir uns zum Beispiel einen Wiener vor – nennen wir ihn Georg -, der nach einem Nachmittag im Kaffeehaus mit einem kleinen Braunen und vielen Gläsern Wasser zum Ober sagt: “Franz, bring’ mir doch bitte eine Wurstsemmel – aus meinem Mantel”.

Oder, eines Tages gab es eine Kartenpartie und einer der Mitspieler ist an einem Schlaganfall gestorben. Jetzt mußte einer der anderen Spieler die traurige Botschaft der frischgebackenen Witwe übermitteln.

“Ich muß Ihnen eine Nachricht von Ihrem Mann bringen”
“Sitzt er wieder im Kaffeehaus und spielt Karten? Hat er verspielt?”
“Und wie er verspielt hat!”
“Der Schlag soll ihn treffen!”
“Ihr Wort in Gottes Gehörgang, der Schlag hat ihn schon getroffen”

Na und heutzutage sitzen die Leute halt nicht mit der Zeitung im Kaffeehaus, sondern mit dem iPad.

Aber sonst hat sich gar nichts geändert.

Das ist Wien

meint
Christoph


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