Dieses Blog ist zu Ende

4. März 2011

Ist Österreich Tatooine?

Ist die Maske gefallen?

Fragen, die niemand beantworten kann, aber mit Fragen, die man beantworten kann, wird sich das nächste Blog beschäftigen: http://zweitersein.wordpress.com.

Euer
Christoph Peter

P.S. Christus ist das Licht! Diese Gleichsetzung hilft zu verstehen, warum ich jetzt meinen zweiten Vornamen auch verwende


Agnostiker denken zweidimensional

22. Januar 2011

oder, positiv ausgedrückt: religiöse Menschen haben immer eine Dimension mehr, in die sie ausweichen können, wenn ihnen “das Korsett des Lebens” zu eng wird.

meint
Christoph


Braucht man ein Bezugssystem?

3. Januar 2011

Meine Tochter ist gerade in der 2.Klasse Gymnasium und lernt, wie man die Koordinaten von Punkten in einem Koordinatensystem angeben kann.

Aber ist so ein Koordinatensystem nicht immer ein Akt der totalen Willkür? Denn was war eigentlich zuerst da?

Der Körper? Oder das Bezugssystem, in dem er dann “aufgehängt” wird?

Definiert sich ein Körper nicht eigentlich durch die Abgrenzung zwischen “innen” und “außen”? “Wir” und “die anderen”? “Wir” und “unsere” “Nachbarn”? Ganz ohne die Notwendigkeit eines absoluten Koordinatensystems.

Gibt es überhaupt dieses absolute Koordinatensystem, in dem wir die Körper so gerne “aufhängen”, wie die Pflanzen in einem Herbarium?

In welchem Koordinatensystem ist das absolute Koordinatensystem “aufgehängt”?

Was war “vor” dem Urknall? (Gibt es überhaupt eine Zeit, wenn keine Materie da ist, mit deren Hilfe man die Zeit messen kann?)

Wo ist der Mittelpunkt des Universums?

Wir können den Urknall berechnen. Aber im Computer simulieren können wir nur Zahlen – Koordinaten – und um im Computer etwas berechen zu können, muß man vorher in einem Akt der reinen Willkür ein Koordinatensystem festlegen.

Galten zum “Zeitpunkt” des Urknalls auch dieselben Naturgesetze, wie sie heute gelten?

In der zweiten Klasse ist halt alles noch so einfach. Aber eigentlich müßte man den Kindern gerade dann erzählen, wie wenig wir eigentlich wissen über uns und unsere Welt.

meint
Christoph


Der Regenbogen

26. Oktober 2010

…ist eigentlich ein schönes Symbol.

Denn mit allen Menschen hatte Gott Frieden geschlossen, noch bevor sich die Brüder Sem, Cham und Japhed über die Erde verteilt haben.

Nie mehr wieder wollte Gott die Menschen mit einer großen Flut vernichten, er hatte seinen Bogen in die Wolken gehängt.

Ein schönes Bild, denn Gott ist nicht einer von die unsrigen, er ist nicht derjenige, der die Ungläubigen hinwegraffen wird, und er ist auch nicht der Gott des Abendlandes, oder ähnliches.

Nein, das Christentum sagt uns eigentlich nur eines: Gott ist kein Unmensch.

Und das sollte uns genügen.

Meint
Christoph


Das Heilige und die Diskussion

1. August 2010

Es gab einmal im Fernsehen eine Serie von Interviews mit Bürgern zum Thema “Was ist Dir heilig” – sehr interessant.

Aber was ist das, Heiligkeit, was bedeutet dieser Begriff.

Ist ein Heiliger ein alter Mann mit Bart, der sich von Wurzeln ernährt?

Oder ist es eher so wie in der Aussage über einen Mitmenschen: “Dem ist aber gar nichts heilig”?

Ich glaube, wenn man den Wortstamm hernimmt, also das “Sakrosankte” aus dem Lateinischen, dann ist die Bedeutung am ehesten dadurch zu erklären, dass etwas Sakrosanktes für den “normal Sterblichen” unerreichbar, unberührbar war. Sakrosankt bedeutet also “jedem Einfluss entzogen” bzw. “jeder Diskussion entzogen”.

Da schwingt also der Begriff Autorität mit: etwas ist dann heilig, wenn eine Autorität diese Sache der allgemeinen Diskussion entzogen hat (bzw. entziehen will ;-) ).

Es kann z.B. Dir heilig sein, dass Du am abend Dein Bier trinkst, dann bist Du die Autorität und das Bier ist heilig. Du duldest keine Diskussion darüber.

Oder manchen Menschen ist der Musikantenstadl heilig. Samstag, 20:15, der Fernseher läuft und alles schaut zu – ohne Diskussion.

Und wenn ich mich an die Definition aus dem katholischen Religionsunterricht erinnere? Heilig ist, wer im Zustand der gratia sanctificans lebt. Also, wer nicht von Gott getrennt lebt.

Das ist eindeutig eine andere Bedeutung desselben Wortes, aber auch hier gibt es den Begriff der Heiligsprechung, wenn also eine Autorität das Leben eines Menschen (nach dessen Tod) sozusagen mit Brief und Siegel zum vorbildhaften Leben erklärt und sagt “so kommt man in den Himmel” – punctum, keine Diskussion erlaubt.

Bin diesmal schon gespannt auf die Kommentare…….

meint
Christoph


Was ist Wahrheit?

16. Februar 2010

Diesmal möchte ich mich meinem Lieblingsthema anhand der sog. Wahrheitstabellen nähern.

Am einfachsten sind natürlich einfache Aussagen, wie zum Beispiel: “5 ist ungerade”.

Wie können wir uns hier der Frage der Wahrheit nähern? Nun, eine Aussage ist ja eigentlich nur dann wahr, wenn sie *immer* und *überall*, also *unter allen Umständen* wahr ist.

Um den Wahrheitsgehalt einer Aussage zu prüfen, muss man also viele, oder zumindest mehrere verschiedene Umstände in betracht ziehen.

Wir werden uns also unter verschiedenen Voraussetzungen der Frage nähern “Ist 5 ungerade?”, also zum Beispiel in Amerika, in England, in Deutschland, am Aschermittwoch, in der Früh, am Abend und so weiter.

Nennen wir unsere Aussage A, dann werden wir z.B. bei 500 Versuchen zu folgender Wahrheitstabelle gelangen:

Einmal haben wir uns verrechnet, weil wir in der Früh noch verschlafen waren, und einmal haben wir die Angabe falsch übernommen und sind deshalb zu einem falschen Ergebnis gekommen, aber insgesamt ist die Aussage “5 ist ungerade” durchaus in den allermeisten Fällen zutreffend, wir haben also alles Recht, diese Aussage als eine absolute Wahrheit zu bezeichnen, da sie unter so gut wie keinen Umständen falsch ist.

Interessanter sind da schon die zusammengesetzten Aussagen, das sind z.B. Aussagen, die einen “daraus folgt”-Zusammenhang darstellen.

Ein Mensch behauptet: Bei schlechtem Wetter bleibe ich Zuhause. Ist das wahr?

Also Aussage A “Es hat schlechtes Wetter”, Aussage B “unser Mensch bleibt zuhause” und die Gesamtaussage

Wenn wir also, über ein Jahr verteilt, 100 Messungen durchführen, und überprüfen, ob am Aufenthaltsort unseres Menschen schlechtes Wetter war sowie sein Ausgehverhalten dokumentieren, werden wir im Idealfall folgende Wahrheitstabelle entdecken:

Aus der Abwesenheit einer der vier Möglichkeiten erkennen wir einen kausalen Zusammenhang (es kann nie vorkommen, dass schlechtes Wetter ist und B gleichzeitig ausgeht). Aus dieser Idealen Verteilung erkennen wir übrigens zusätzlich, dass sich gutes und schlechtes Wetter die Waage halten und dass B bei gutem Wetter genauso gerne ausgeht wie er zuhause bleibt.

Jetzt wäre es interessant, diese Methode auf die ewigen Wahrheiten des Katechismus anzuwenden, aber eigentlich ist das die Hausaufgabe für den werten Leser…………

meint
Christoph


Gott ist anders……

9. Januar 2010

“Die Atheisten glauben an einen Gott, den es zum Glück nicht gibt”, lautet ein beliebtes Bonmot christlicher Theologen.

Aber wie ist er wirklich?

Tritt er nicht immer dann in unser Leben, wenn etwas nicht wie geplant verläuft? Wenn das Schicksal zuschlägt?
Oder wenn eine Handlung einen unerwarteten guten Verlauf nimmt?

Mit Witzen ist es doch genau so. Liegt der Humor nicht darin, dass die Erzählung “plötzlich abbiegt”, und unsere Gedanken auf eine ganz andere Fährte bringt? Ist es nicht das, was uns zum Lachen bringt?

Vielleicht ist das ganze Universum ein großer Witz Gottes, und in der Todesstunde werden wir die Pointe verstehen.

meint
Christoph


Spielst Du “Was will ich?” oder spielst Du “Wer will mich?”?

18. Dezember 2009

Vor zwei Minuten habe ich mich hingesetzt, um mir mal in Ruhe zu überlegen “Was will ich eigentlich?” (mit meinem zweiten Hobby).
Und da ist mir der Gedanke gekommen. Vielleicht spiele ich ja nur “Wer will mich”, indem ich versuche, zu zeigen wie gut ich bin.
Ist eigentlich nicht sehr christlich, und eigentlich sollte man ja vollkommen uneigennützig immer nur an den Vorteil der anderen denken, wenn man eine Dienstleistung erbringt (*hüstel* viel merkt man davon nicht, zum Beispiel bei den Telekom-Anbietern).

Na ja, ist halt doch wieder mal der Widerspruch zwischen sogenannten christlichen Idealen und der rauhen Wirklichkeit.

meint
Christoph


es gibt nichts Neues unter der Sonne…..

29. November 2009

Anstatt hier eigene Gedanken zu wälzen, möchte ich diesmal eine meiner Lieblingsstellen aus der Bibel zur Kenntnis bringen (Koh 1,4).

Eine Generation geht, eine andere kommt. / Die Erde steht in Ewigkeit.
Die Sonne, die aufging und wieder unterging, / atemlos jagt sie zurück an den Ort, wo sie wieder aufgeht.
Er weht nach Süden, dreht nach Norden, dreht, dreht, weht, der Wind. / Weil er sich immerzu dreht, kehrt er zurück, der Wind.
Alle Flüsse fließen ins Meer, / das Meer wird nicht voll. Zu dem Ort, wo die Flüsse entspringen, / kehren sie zurück, um wieder zu entspringen.
Alle Dinge sind rastlos tätig, / kein Mensch kann alles ausdrücken, nie wird ein Auge satt, wenn es beobachtet, / nie wird ein Ohr vom Hören voll.
Was geschehen ist, wird wieder geschehen, / was man getan hat, wird man wieder tun: / Es gibt nichts Neues unter der Sonne.
Zwar gibt es bisweilen ein Ding, von dem es heißt: / Sieh dir das an, das ist etwas Neues – / aber auch das gab es schon in den Zeiten, die vor uns gewesen sind.
Nur gibt es keine Erinnerung an die Früheren / und auch an die Späteren, die erst kommen werden, auch an sie wird es keine Erinnerung geben / bei denen, die noch später kommen werden.


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.