Leben ohne Netz…

6. Februar 2010

Nein, diesmal meine ich nicht das Internet.

Aber ist es nicht so?

Einer verläßt sich auf seine Gesundheit. Da bekommt er unverschuldet Krebs, AIDS oder eine andere schwere Krankheit. Sein Netz ist gerissen.

Ein anderer verläßt sich auf seinen Ehepartner. Dieser stirbt oder – schlimmer – er läßt sich scheiden. Wieder ein gerissenes Netz.

Noch einer verläßt sich auf seine Firma. Da gibt es plötzlich Massenentlassungen. Kein Netz, kein Netz.

Ein Unternehmer verläßt sich auf einen seiner Mitarbeiter für eine wichtige Aufgabe. Doch dessen Frau muss berufsbedingt übersiedeln und zieht die ganze Familie mit. Wieder einmal kein Netz.

Ist es nicht so, dass es besser ist, ohne Netz zu leben, ganz im Vertrauen auf das letzte Netz das es ja für jeden gibt: Die Heimkehr im Tod.

Da fällt mir die Geschichte von KNI ein: Kommt ein Christ in den Himmel und fragt den lieben Gott: Stimmt’s ICH habe recht gehabt. Du warst vor aller Zeit und hast uns erschaffen, wir sind deine Geschöpfe. “Ja, DU hast recht, sagt Gott”.

Da kommt ein Atheist in den Himmel, sieht Gott und sagt: “So ist das also, wenn beim langsamen Beendigen der Gehirnströme die ältesten Gedanken der Menschheit sich wieder manifestieren. Du, Gott bist doch UNSER Gedanke, nicht wahr?”

“Ja, DU hast recht, ich bin Euer Gedanke”. Sagt Gott

Da begehrt der Christ auf: “Aber es können doch nicht beide recht haben!”

Gott dreht sich angewidert um: “Ihr immer mit Euren unausgereiften Kategorien von Wahrheit!”


Kleiner Hinweis

25. Januar 2010

Hallo liebe Leute

Weiss nicht, ob jemand hier das “Modelleisenbahn-Projekt” verfolgt, jedenfalls gibts dort einen neuen Artikel:

–> Um”planungen”.

MfG
Christoph


Geld ist eine Randbedingung……

16. Januar 2010

……und nicht die Zielfunktion.

In diesem Artikel beschreibt Novize Igor die Auswirkungen auf die Architektur, wenn sich eine durch und durch verwirtschaftete Denkweise über unser Gefühl für Ästhetik legt.

Es ist die natürlichste Sache der Welt. Ich will etwas haben und frage mich: kann ich es mir leisten? Habe ich so viel Geld?
Das ist Geld in seiner Rolle als Randbedingung.

Andere Situation: Ich will 30% Zinsen, um Geld zu “gewinnen” (fast wie im Lotto). Vielleicht weiss ich noch nicht einmal, wofür ich das Geld ausgeben werde.
Das ist Geld in seiner Rolle als Zielfunktion.

Und ist es nicht so: wenn ein Investor eine Firma kauft, oder ein Grundstück o.ä., dann fragt er zuerst: wieviel bringt mir das?

Er fragt nicht: wer muss diese Zinsen erwirtschaften und mit welcher Arbeit? Das ist ihm egal.

Und genau das bemängele ich. Den Leuten ist wurscht, WAS ihr Geld tut (bzw. was die anderen Leute mit dem Geld tun), solange nur hohe Zinsen herauspurzeln.

Ob das jetzt nachhaltige Tätigkeiten sind, oder ob es legale Tätigkeiten sind, oder ob es gerechte Tätigkeiten sind, ob es sinnvolle Tätigkeiten sind, die sie da finanzieren, das ist den meisten Investoren schnurz (und auch ein Mensch, der in eine Pensionskasse einzahlt, ist ein Investor).

meint
Christoph


Gott ist anders……

9. Januar 2010

“Die Atheisten glauben an einen Gott, den es zum Glück nicht gibt”, lautet ein beliebtes Bonmot christlicher Theologen.

Aber wie ist er wirklich?

Tritt er nicht immer dann in unser Leben, wenn etwas nicht wie geplant verläuft? Wenn das Schicksal zuschlägt?
Oder wenn eine Handlung einen unerwarteten guten Verlauf nimmt?

Mit Witzen ist es doch genau so. Liegt der Humor nicht darin, dass die Erzählung “plötzlich abbiegt”, und unsere Gedanken auf eine ganz andere Fährte bringt? Ist es nicht das, was uns zum Lachen bringt?

Vielleicht ist das ganze Universum ein großer Witz Gottes, und in der Todesstunde werden wir die Pointe verstehen.

meint
Christoph


Zusagen……

3. Januar 2010

Das kleine Wörtchen “Ich werde……” ist die Ursache allen Stresses, sagt man.
Nur nix zusagen, ist also die Lebensregel aller weisen Menschen.

Sollte man meinen.

Tatsächlich ist es so, dass ich mich selbst in ein bisschen “Hobby-Stress” manövriert hatte, da ich auf meinem anderen Blog den Schritt 0030 “Lokomotiven” des Hobby-Projektes SrrTrains (Simulated Railroad Trains) für “um Weihnachten 2009″ angekündigt hatte.

Na gut, geschafft, jetzt hab’ ich wieder Luft (Schritt 0040 ist für “irgendwann 2010″ angekündigt).

Immerhin steigen die Zugriffe auf das Konzeptpapier in letzter Zeit an, aber die Software selbst hat sich noch so gut wie niemand heruntergeladen – das sollte mir zu denken geben.

Muss mir dann mal ernsthaft überlegen, wie ich weitermache. Vielleicht wirds ein “echtes” open source Projekt, so mit Sourceforge und GPL/Creative Commons.

Meinungen willkommen.

Christoph


Gleichgewichte……

30. Dezember 2009

Platonisch betrachtet, ist es doch so, dass der Geist das Ziel vorgibt, und der Körper gehorcht, oder er gehorcht auch nicht, dann ist er “böse”.

Platonisch betrachtet, gibt es eine Schwerkraft und die Körper gehorchen.

Platonisch betrachtet, ist es doch so, dass der Vater befiehlt, und die Kinder gehorchen, oder sie gehorchen auch nicht, dann sind sie “böse”.

Platonisch betrachtet, formuliert der Papst die Dogmen, und die Katholiken glauben daran.

Platonisch betrachtet, ist es doch so, dass der Chef die Ideen hat, und das Unternehmen ist dazu da, diese Ideen “umzusetzen”.

Aber lehrt uns die moderne Psychiatrie nicht, dass sowohl der Geist den Körper beeinflusst, als auch der Körper den Geist? Dass man psychische Krankheiten mit Psychopharmaka behandeln kann, dass aber auch Sportler körperliche Höchstleistungen erbringen, wenn sie einen guten “Coach” haben?

Das Gravitationsgesetz lehrt uns doch, dass nicht nur die Erde die anderen Körper anzieht, sondern auch diese die Erde mit derselben Kraft.

Und eigentlich kann ja, wenn man es genau nachliest, ein Glaubenssatz nur dann zum Dogma erhoben werden, wenn “alle Christen” zu “allen Zeiten” daran geglaubt haben.

Das Leben besteht also aus Geben und Nehmen, aus Gleichgewichten, die man von verschiedenen Seiten betrachten kann.

meint
Christoph


Multiversum

28. Dezember 2009

Ich versteh’ ja nicht viel davon, aber da gibt es doch die Theorie, dass es mehrere Universen geben könnte, in deren jedes jeweils andere Naturgesetze gelten.

Hmmmmm, scheint wieder einmal ein Problem der Modellbildung zu sein.

Man postuliert also, dass die Gesetze, die im ganzen Universum gelten, Naturgesetze sind, nein, anders herum, nur Gesetze, die immer und überall gelten, akzeptiert man als Naturgesetze.

Wenn man dann draufkommt, dass die Gesetze nicht immer und überall gelten, nimmt man den Notausgang und sagt: “Na gut, dann gibt es halt mehrere Universen mit unterschiedlichen Gesetzbüchern”.

Anderer Ansatz wäre: Es gibt nur ein Universum (was ja der Wortbedeutung entsprechen würde), und gebe zu, dass die Gesetze vielleicht ungültig sein könnten (dass wir vielleicht nicht alles wissen), und dass wir uns wieder auf die Suche nach allgemeineren Gesetzen machen müssen, die “immer und überall” gelten, und aus denen die jetzt bekannten Gesetze sich wieder ableiten lassen.

Oder die alte Frage: Ist Gott ein Teil des Universums? Oder steht er sozusagen “drüber”. Nur dass wir uns dann das “drüber” nicht vorstellen können und eigentlich nicht befugt sind, darüber zu sprechen.

Eigentlich ist die Multiversumstheorie genauso infantil wie der unreflektierte Glaube an den Gott unserer Eltern.

meint
Christoph


Sein und Haben

22. Dezember 2009

Nein, nicht wie in der Buchhaltung um “Soll und Haben” (bzw. heutzutage “Solltegehabthaben”) dreht es sich angeblich im Leben, sondern vielmehr um Sein und Haben.

Da ist der eine, der hat viel, aber irgendwie ist er nichts. Da ist keine Substanz, keine eiserne Reserve, von der man in Notzeiten zehren kann. Eben das, was innen drinnen ist.

Aber ist nicht auch diese Sichtweise wieder nur eine Schwarz-/Weiß-Malerei?

Der eine hat eben ein starkes Selbstvertrauen, er IST etwas, der andere braucht viel, um sich wertvoll zu fühlen. Seien es nun Leistungen, gute Noten – oder Orden und Titel, oder einfach das simple Geld.

Ich würde sagen, es hat keinen Sinn, das eine zu verteufeln und das andere hochzuloben, es ist wieder einmal alles relativ.

meint
Christoph


Spielst Du “Was will ich?” oder spielst Du “Wer will mich?”?

18. Dezember 2009

Vor zwei Minuten habe ich mich hingesetzt, um mir mal in Ruhe zu überlegen “Was will ich eigentlich?” (mit meinem zweiten Hobby).
Und da ist mir der Gedanke gekommen. Vielleicht spiele ich ja nur “Wer will mich”, indem ich versuche, zu zeigen wie gut ich bin.
Ist eigentlich nicht sehr christlich, und eigentlich sollte man ja vollkommen uneigennützig immer nur an den Vorteil der anderen denken, wenn man eine Dienstleistung erbringt (*hüstel* viel merkt man davon nicht, zum Beispiel bei den Telekom-Anbietern).

Na ja, ist halt doch wieder mal der Widerspruch zwischen sogenannten christlichen Idealen und der rauhen Wirklichkeit.

meint
Christoph


Mein zweites Hobby

13. Dezember 2009

Hallo liebe Leute

Hier eine kleine Entschuldigung, dass ich diesmal keinen Artikel geschrieben habe.

Mein zweites Hobby hat mich dieses WE sehr beschäftigt. Einerseits bin ich stark am Überlegen, ob ich nicht mit der Do-it-yourself-virtuellen-multiplayer-Modelleisenbahn aufhören soll, denn ich schufte jetzt bereits seit fast einem Jahr und es ist de facto fast kein Ergebnis sichtbar.

Ausserdem sind da noch die großen Fragen, die ich nicht alleine lösen werde können, und bei denen mir niemand ohne Einwurf kleiner Scheine helfen wird.

  • Wer wird den – teuren – Collaboration Server betreiben?
  • Wie wird man Authoring Tools dazu bekommen, dieses Konzept zu unterstützen?
  • Wird es möglich sein, mit endlichen Kosten einen 3D Voice Chat einzubauen
  • ……

Ganz abgesehen von Fragen der Software-Qualität und der Performance, bei denen ich auch Hilfe brauchen werde.

Kann sein, dass ich manche dieser Fragen übertreibe, kann auch sein, dass da noch ganz andere Probleme lauern, die ich noch nicht sehe.

Aber – na ja – Ihr seht, ich habe halt dieses Wochenende eher an meinem zweiten Blog http://simulrr.wordpress.com gearbeitet als an diesem hier. Bitte um Verständnis.

LG
Christoph